Ganztagsschule
Wir rhythmisieren Tages- und Wochenablauf nach physiologischen Gesichtspunkten.
Elemente dieser Rhythmisierung sind:
1. Über den Stundenplan regeln wir eine jeweils auf Jahrgangsstufe und Schulform abgestimmte Platzierung von drei Bildungsangeboten: Pflichtunterricht, offener Bereich, besondere Veranstaltungen.
2. Im Pflichtunterricht prägen wir vier Unterrichtsformen aus, mit denen wir das Arbeiten und Lernen im Tages- und Wochenablauf vielfältig und vielseitig gestalten:
Lehre, Übung, Werkstatt, Vorhaben/Projekt
3. Den Schülerinnen und Schülern stehen als offener Bereich den ganzen Tag zur Verfügung: Bibliothek, Cafeteria oder Mensa, Schülertreff, Waggon, Spielzonen, Ruhezonen, Einzelarbeitsplätze …
4. In den Stundenplan sind dynamische Zeitraster und Zeitfenster eingebaut:
- für vorgegebene Phasen der Konzentration und Aufmerksamkeit beim Arbeiten und Lernen,
- für ein systematisches, stetiges Methoden- und Prüfungstraining,
- als Ausgangspunkt für freie, selbst bestimmte Phasen zum Arbeiten und Lernen,
- um die individuelle Lernberatung intensiv und ohne Zeitdruck durchzuführen,
- für Hilfe und Förderung, für Anleitung und ein Anspornen zu Spitzenleistungen,
- um eine Phase der Ruhe, der Entspannung oder des Austobens einzulegen,
- für gemeinsame Veranstaltungen wie Mittagessen, Spielen, Musik hören.
5. In den Wochenrhythmus sind Besondere Angebote eingebaut, die in der langfristigen Perspektive von Epoche, Halbjahr und Schuljahr auf kreative, experimentelle und strategische Vorhaben und Projekte sowie auf Spitzenleistungen ausgerichtet sind:
- im ästhetisch-musischen Bereich mit Musik, Theater, Tanz, künstlerischer Aktivität,
- in den Bereichen Ökologie und Medienpraxis mit besonderen Projekten und Aktivitäten,
- für Schulfeiern, Aufführungen, Wettbewerbe
- im Wettkampfsport (Schwerpunkt Hockey), im freien Sport (Inline, Scating, break dance …)
6. Lernen im Stadtteil, am Vormittag in einem Stundenblock oder nachmittags oder den ganzen Tag über ist nicht nur gewünscht, sondern auch Teil des schulischen Lehrplans in den Fächern, Lernbereichen und Aufgabenbereichen.
7. Die Einrichtung und die Angebote nutzen die Schülerinnen und Schüler sehr unterschiedlich. Wir öffnen die Schule bereits um 07.00 Uhr, damit Kinder und Jugendliche z.B. in der Cafeteria frühstücken können. Nachmittags können z. B. Kinder aus den Jahrgangsstufen 5 und 6 nach Absprache auch über 15:00 Uhr hinaus in der Schule betreut verweilen.
8. Wir engagieren Künstler, Musiker, Theaterleute, Sportler, Handwerker …, die die Schülerinnen und Schüler in Lernpraktika, Projekten und für besondere Vorhaben anleiten, mit ihnen aber zugleich in offenen Formen arbeiten und Zielvereinbarungen treffen. Die Dritten kommen.
9. Das Engagement von Eltern für die Schule und innerhalb der Ganztagsangebote beginnt morgens in der Cafeteria und setzt sich über den Tag fort. Wir bauen gerade ein Hilfe- und Unterstützungsnetz auf. Elternarbeit ist ebenso Einmischen in das Schulleben und mit Gestalten. Ein wichtiger Ausgangspunkt für diese Zusammenarbeit sind auch die besonderen Qualifikationen einzelner Eltern, die es genauso zu entdecken gilt wie die der Schülerinnen und Schüler.
10. Die Vielfalt und Intensität unserer Ganztagsschule entsteht und entwickelt sich in der Zusammenarbeit von Schülern, Lehrern, Mitarbeitern und Eltern. Wir überprüfen und ermitteln regelmäßig Bedarf, Wünsche und Interessen. Ganztagsschule ist eine Schule in ständiger Veränderung, umsichtig und in kleinen Schritten, aber nachhaltig.