auf Zwischenprodukte bezogene Aufgabenkultur
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Grundidee unseres Ansatzes ist ein Unterrichtskonzept
Liebe Schülerinnen und Schüler, dieser kleine "Brief" ist auch für euch verfasst!
Aufgabenkultur - unser Konzept
Liebe Eltern!

Stellen Sie sich vor, die Schülerinnen und Schüler arbeiten bereits, wenn eine Lehrerin oder ein Lehrer in die Klasse kommt. Die Jugendlichen haben ein Interesse an einem eigenverantwortlichen Arbeiten und Lernen, u.a. weil sie im sich anschließenden Unterricht viel besser zurecht kommen, weil sie ein Vorhaben umsetzen und ihr Können beweisen wollen, weil sie auf eigenständig erbrachte Leistungen stolz sind, weil sie für sich und für eine konkrete Zukunft lernen.

Lust etwas, ja sogar viel zu lernen - das haben eigentlich alle Schüler!

Stellen Sie sich bitte weiterhin vor, eine Lehrerin ist auf einer Tagung oder ein Lehrer ist einen Tag krank und die Schüler arbeiten z.B. in einer Doppelstunde an den Aufgaben weiter, die für die Klasse im Fach gestellt wurden. Die Besprechung der Ausarbeitungen findet in der folgenden Stunde statt.

Mit Aufgaben wie "Lest euch den Text durch und schreibt eine Zusammenfassung" oder "Bearbeitet die Aufträge zwei und drei auf Seite 34 im L
ehrbuch" lässt sich eine solche Aufgabenkultur nicht erreichen.
Wie versuchen wir es? Schauen Sie sich doch einmal einige Beispiele hier in der Website an.

Zudem wollen wir auch in vielen Normalsituationen so unterrichten, dass die Schüler mit eigenem Einblick und langfristig in die zu erledigenden Arbeiten eindringen, wir also nicht ständig und kleinschrittig sagen und vorschreiben, was zu tun ist. Diese Eigenverantwortung und Eigeninitiative aufzubauen, das ist einer der zentralen Eckpunkte unserer Schulreform konkret. Darum ringen zahlreiche Lehrerinnen und Lehrer nicht erst seit PISA, und das Kollegium hat dieser Vision von gutem Unterricht entschieden zugestimmt.
Und, das klassische Unterrichtsgespräch und der Lehrervortrag als bewährte Unterrichtsform erhalten dann noch mehr den ihnen angemessenen und für Schüler auch einsichtigen hohen Stellenwert.


Die Grundidee unseres Ansatzes ist ein Unterrichtskonzept, bei dem die Schülerinnen und Schüler von einer Aufgabe ausgehend einzelne Aufträge bearbeiten, ihre Ergebnisse vorlegen und sich die Lehrtätigkeiten auf diese eigenen Materialien der Schüler beziehen.
Konkret: Die Schüler stellen Zwischenprodukte her und legen sie vor, auf A4-Seiten als Kladdeseiten, Skizzen, Fragelisten, Lösungsskizzen, Mind-Map, Inhaltsangaben, Berechnungen, Beschreibungen ...
Diese Materialisierungen sind sehr wertvoll, weil sie Lernschwierigkeiten, gute Ideen, Fehler und das jeweilige Engagement sehr deutlich zu erkennen geben. Lehrer und Schüler können vom selben Ausgangspunkt aus über die Weiterarbeit, über Korrekturen, Ergänzungen oder dazwischen zu schiebende Schritte reden.
Sehr wichtig ist auch, dass sich die Lehrer durch das (auch flüchtige) Studium der Schülermaterialien (Zwischenprodukte) sehr geeignete Anhaltspunkte für ihre Unterrichtstätigkeit und eine besondere, auf den einzelnen Schüler oder die jeweilige Lerngruppe zugeschnittene Lehre holen können.

Entsprechend haben Lehrer ein sehr großes Interesse an solchen Arbeitsweisen, weil die
auf Zwischenprodukte bezogene Aufgabenkultur die Schüler in die Pflicht nimmt. Zuerst müssen nämlich sie Leistungen erbringen, um in der
Schüler-Lehrer-Kooperation diese Leistungen optimieren zu können. Es sind aber dann eindeutig ihre eigenen Leistungen, und das fordert heraus, spornt an, macht Stolz und bringt sogar Spaß.
Nicht zufällig klagen einige Schüler manchmal über Lernformen dieser Art, weil der Unterricht anstrengt und weil sie intensiv und direkt kontrollierbar arbeiten müssen. Unsere Erfahrung ist aber, dass die Jugendlichen viel Wert darauf legen, gute Ergebnisse unmittelbar offen legen zu können.

Anstrengung und Leistung haben einen hohen Stellenwert für Schüler und für Lehrer.