Kinder und Jugendliche konstruieren ihr Wissen selbst!
In Schule und Unterricht können wir sie dabei unterstützen.
Die Schülerinnen und Schüler müssen es aber selbst tun können.
Im Konzept WISSEN ZEIGEN geht es um dieses SELBST TUN.
Die Kinder und Jugendlichen eignen sich Wissen an und legen ihr Wissen dann dar.
Im Unterrichtsgespräch, durch Notizen, im Diskurs, durch eine Präsentation ...
Die Lehrer leiten an, zeigen, erklären, beraten, geben Tipps, ermutigen, fordern, helfen, unterstützen, kontrollieren. Das soll auch so bleiben.
Verabschieden wir uns zunächst von den Konzepten der Wissensübernahme:
- Das Darlegen von Wissen einseitig von der Lehrerseite aus
- Das Ausfüllen oder Eintragen von Lehrstoffelementen in Zeilen, Kästchen ...
- Das Herauslernen aus Lehrbüchern oder gar
- das Übernehmen, das Wiederholen von vorgesagtem "Wissen".
Mein Grundgedanke ist, in Schule und Unterricht einfache Ideen und Praktiken zu
verankern, die den Wissensaufbau im eigenen Handeln der Schüler in den
Mittelpunkt rücken.Solche einfachen Ideen stelle ich in kleinen Konzepten vor, dazu gehören z. B. die Legetechnik, die Bildorientierung, das Materialisieren von Denkhandlungen, die Zwischenmaterialien, die Detektivische Methode. Dazu gehört auch das Wissensmodell "Information - Wissen - Bildung".
Das große Konzept WISSEN ZEIGEN fasst das alles zusammen. Es ist im Laufe der letzten Jahre im Unterricht, in der Kooperation mit einzelnen Lehrern und bei der Begleitung von Präsentationsprüfungen in den Jahrgangsstufen 9 und 10 entstanden. Ich habe es zusammen mit Kolleginnen und Kollegen und vor allem mit meinen Schülerinnen und Schülern immer wieder evaluiert. Die Weiterentwicklung aus der Praxis heraus ist angelegt und spiegelt sich hoffentlich auch im Ergebnis.
Jürgen Fischer, November 2009