Schulprojekte zeichnen sich gegenüber Unterichtsprojekten dadurch aus, dass sie über den Tages- und Wochenrhythmus sowie über einmalige Aktionen hinaus zu einem festen Bestandteil der Schulkultur geworden sind und in den Stadtteil hineinwirken bzw. die Zusammenarbeit mit Einrichtungen, Betrieben, Verbänden, Vereinen oder z. B. dem Staatstheater pflegen.

Konzeptskizze: Nachhaltige Schulprojekte

Zu den einzelnen Projekten:
- Schulgestaltung (Bauwoche, Spielecke im Schulgarten, 70
00 Palmen)
- Toilettenprojekt ToiToiToi - Schülertoiletten mindestens ****
- Galerie 108 - Schülergalerie in der Schule - Künstler aus der Region stellen aus
- Schüler für Schüler aus dem Waggon - Beteiligungsprojekt Schule und Jugendhilfe
- Jugend ins Konzert - Schüler bereiten sich auf das 5. Sinfoniekonzert des
..Staatsorchesters Kassel vor, erarbeiten eine Präsentation ...
- Alles Theater - Gewalt nein danke! Kooperation von Schulen im Kasseler Osten
..mit der Polizei

An diesen Schulprojekten nehmen verschiedene Schülergruppen unterschiedlich lang und intensiv teil. Und die Teilprojekte sind immer wieder neu zeitlich ausgerichtet.
Selbstverständlich stehen bei unsLernen und gemeinsamer Unterricht im Vordergrund. Aber erst Schulprojekte füllen das Schulleben aus, allein schon deshalb, weil sie ganz wesentlich durch Schülerengagement und Schülerinitiativen getragen werden.

Geben die vielen Bilder aus den Projekten nicht zweierlei deutlich zu erkennen: Einmal die Bereitschaft zu Engagement, Initiative, Verantwortung und zum andern Mal den hohen Qualitätsstandard bezogen auf die Prozesse und Produkte?

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PS - Neue (alte) Schulprojekte:

Das Projekt "Kassels Kultur lebt" entstand 2003 - ich will es unbedingt wieder erwecken
und zu einem Schulprojekt ausbauen. Die Grundidee?
Der Multimediabeitrag der Schülergruppe 2003 (!) erklärt genug.
Trotzdem einige Erläuterungen dazu:
Kassel verdiente es, Kulturhauptstadt Europas zu werden, für 2011 gingen wir ins Rennen. Es hat nicht geklappt, macht nichts, Kassel hat trotzdem gewonnen. "Kassel gewinnt!"
Das Bewusstsein für die Kulturgüter, für die eigenen Schätze. Daraus entsteht Selbstbewusstsein, das weckt Energien.

Ich denke sehr wohl, dass sich das auf Schule und Schüler übertragen lässt.
1. Unsere Schülerinnen und Schüler bringen viele Potenziale und Begabungen und sehr viel wertvolles kulturelles Potenzial mit. Das machen wir zu wenig sichtbar. Es fließt zu wenig in Schulalltag und Untericht ein.
2. Für die Kultur eines Landes, einer Stadt begeistern - Fängt das nicht im Schulleben, im Gemeinschaftsleben jeden Tag neu an?
Das ist auch eine Form der Maxime: Global denken - lokal handeln!
Die Club of Rome - Philosophie lässt grüßen.

7000 Palmen - Dieses Projekt nimmt langsam Konturen an.
Es steht für eine Aktion, die an Joseph Beuys "Stadtverwaldung" (Documenta 1982) erinnern und anknüpfen soll.
Einmal geht es um Pflanzen in der Schule, um Zimmerpalmen, die eine schöne Atmosphäre schaffen, z. B. in der Lerninsel, ebenso in Klassenräumen, in der Aula ...
Die Stadtverwaldung steht aber auch für unkonventionelles Denken, für ein Querdenken und ganz wesentlich für ein ethisch begründetes und praktisch ausgerichtetes Ökologisches Denken. Das ist Teil unserer Schulphilosophie, es soll intensiver und gegenwärtiger, sichtbarer den Schulalltag durchdringen, ganz im Sinne der Konzeption für die Club of Rome- Schulen Deutschlands.


Jürgen Fischer, Februar 2009