Pressemitteilung 25.05.07
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"Gewalt - Wir spielen nicht mit", Theaterprojekt im Kasseler Osten

Aufführung des gleichnamigen Theaterstücks in der Joseph-von-Eichendorff-Schule, 05.07.2007, 19:00 Uhr, in der nach dem Wasserschaden wiederhergestellten Aula.

Die Premiere fand am 24.05.2007 in der Sporthalle am Ohlebachweg statt. Mitarbeiter des Staatstheaters richteten eigens dafür eine Bühne ein und die Berufsfeuerwehr der Bundesbahn brachte die Bahnen zur Verdunklung der Halle an.

Das Theaterstück ist aus einem Projekt hervorgegangen, das Polizeioberkommissar Rudolf Meiß als „Schutzmann vor Ort“ in Gang gebracht hat. Ihm ist es gelungen, eine Kooperation von drei Einrichtungen zu erreichen, die sich aktiv und initiativ in der Gewaltprävention engagieren, um Jugendliche im Stadtteil, in der Schule und in der Ausbildung zu erreichen.

Ungewöhnlich ist die Zusammenarbeit von dreizehn- und vierzehnjährigen Schülerinnen und Schülern aus der Gesamtschule und sechzehn- bis achtzehnjährigen Jugendlichen, die im zweiten Ausbildungsjahr bei der Bundesbahn arbeiten und vom Bildungsverein „ZukunftPlus“ betreut werden. Der Bildungsverein stellte die Theaterpädagogin Martina Hofmann für die Zusammenarbeit frei, von Seiten der Schule arbeiteten die Klassenlehrerin der Schüler aus dem Jahrgang 7, Katja Siebert und der Musiklehrer Waldemar Drusch mit.

Warum eine Wiederaufnahme und warum eine neue Pressemitteilung?

Die sehr gelungene, die Auseinandersetzung der Jugendlichen mit dem Thema Gewalt eigenwillig und kreativ widerspiegelnde Inszenierung ist bereits bestens gewürdigt worden. Darum geht es also nicht mehr!

Die Wiederaufnahme ist die Gelegenheit, die Ausweitung des Projektes als Initiative für die Stadtteilarbeit vorzustellen und für eine Unterstützung zu werben. Unser großes Ziel ist es, das Projekt in der kulturellen Stadteilarbeit langfristig zu verankern.

Wir wollen über Spendengelder und Wettbewerbsmittel (Land und EU) eine Theaterpädagogin, einen Theaterpädagogen einstellen. Diese Person soll zunächst ein Jahr lang jeweils eine Schülergruppe an einer Grundschule, an einer Schule für Lernhilfe, an der Gesamtschule betreuen und gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen ein neues Stück oder Szenen oder andere Präsentationsformen erarbeiten. Die Ergebnisse sollen die Gruppen an den eigenen Schulen und durch Besuche an den Partnerschulen vorzeigen.

Eine Vorführung aller Ergebnisse in der Aula der Eichendorff-Schule soll hinzukommen.

Wir haben festgestellt, dass Erwachsene im Dialog und in der Entwicklungsarbeit z. B. bezogen auf ein Theaterstück sehr intensiv eine Gewaltprävention betreiben können, indem  die Kinder und Jugendlichen selbst zu Worte, selbst zur Darstellung kommen. Auch mit einer solchen aktiven Erziehungsarbeit wollen wir die Potenziale der Kinder und Jugendlichen wecken und fördern. Dazu ist eine abgestimmte Kooperation aller Stadtteileinrichtungen notwendig, denn bislang liefen viele ausgesprochen gute Initiativen zu sehr nebeneinander her. Damit gliedern wir das Theaterprojekt in die aktuelle Kultur- und Bildungspolitik der Stadt Kassel ein, durch die abgestimmte Kooperation Synergieeffekte im Stadtteil zu erzeugen.

Die Zusammenarbeit mit dem Bildungsverein „ZukunftPlus“ gewährleistet dabei, die berufliche Zukunft und die Lebenswelten der Jugendlichen ständig im Blick zu behalten.

Das Theaterprojekt ist eine Initiative von:

Polizeipräsidium Nordhessen, Bildungsverein „ZukunftPlus“, Joseph-von-Eichendorff-Schule

Rudolf Meiß (Polizeirevier Kassel Ost)

Jürgen Fischer (Joseph-von-Eichendorff-Schule)

Joseph-von-Eichendorff-Schule, Eichwaldstraße 108, 34123 Kassel, fon 92003300, www.jves.de

Pressemitteilung 03.07.2007